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Warum wir unsere Clips mit "Design Thinking" konzipieren

by

Björn

Jeder Clipproduktion geht eine intensive Konzeptionsphase voraus. Das Konzeptionieren kann dabei intuitiv von statten gehen oder einem definierten methodischen Ansatz folgen. Wir sind der Überzeugung, dass ein methodisch fundiertes Vorgehen zu einem besseren Ergebnis führt. Aufgrund dessen haben wir uns eine Methode aus dem Produktdesign entliehen und basieren unsere Konzeptionsphase konsequent darauf: Design Thinking. Dieses Vorgehen findet mittlerweile ebenfalls in vielen weiteren Anwendungsfeldern seine Daseinsberechtigung.

Design Thinking löst Probleme mit Kreativität

Design Thinking ist ein innovatives Vorgehensmodell zur Problemlösung, das sich stark auf die Bedürfnisse und Perspektiven einer Zielgruppe konzentriert. Es wird vor allem im Produktdesign eingesetzt, kann aber grundsätzlich für jedwede Problemstellung genutzt werden.

Der Prozess beginnt mit der Verständnisphase, in der die Designer ein Grundverständnis für das Problemsetting entwickeln. Zudem wird die Aufgabenstellung des Designvorhabens abgesteckt und definiert. In der nun folgenden Erkundungsphase dringt der Designer tief in die Erfahrungen und Emotionen der Zielgruppe ein, um deren Bedürfnisse zu verstehen. Die Synthesephase kondensiert die gesammelten Erkenntnisse und analysiert diese, um das zentrale Problem klar zu formulieren. Dies hilft, den Fokus auf die wichtigsten Herausforderungen zu legen, die gelöst werden müssen. All dies geschieht im Problemkontext (oder Problemraum), in dem ganz entschieden noch nicht an die spätere Lösung gedacht werden darf.

Der Lösungskontext wird durch die Ideenphase geöffnet. Hier werden kreative Lösungen entwickelt, oft durch Brainstorming und andere kollaborative Techniken. Es ist dabei wichtig, eine offene Atmosphäre zu schaffen, in der alle Ideen willkommen sind. Nach der Ideenfindung folgt die Prototypenphase, in der einfache, greifbare Modelle der besten Ideen erstellt werden. Diese Prototypen können physische Objekte, digitale Mock-ups oder sogar Rollenspiele sein. Die Testphase ist anschließend entscheidend, da hier die Prototypen mit echten Nutzern erprobt werden, um wertvolles Feedback zu sammeln. Dieses Feedback wird genutzt, um die Lösungen zu verbessern und anzupassen. 

Design Thinking ist ein iterativer Prozess, was bedeutet, dass die Phasen mehrmals durchlaufen werden können, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Der Ansatz fördert zudem interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kreativität, indem er verschiedene Perspektiven zusammenbringt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die gewünschte und geforderte Visualisierung von Ideen, die es Teams ermöglicht, komplexe Konzepte besser zu verstehen und zu kommunizieren. Über die 6 Phasen wird weiterhin mit dem Wechsel von Denkmodi gearbeitet – dem flarelastigen oder divergentem Denken und dem focuslastigen oder konvergentem Denken. Flarelastiges Denken stellt die reine Ideengenerierung in den Vordergrund, ohne die Ideen zu bewerten oder zu strukturieren. Bei dem focuslastigen Denken, werden bestehende Resultate hingegen miteinander vergleichen, bewertet und gegeneinander abgewogen. Das abwechselnde Anwenden dieser Denkmodi ermöglicht einen größtmöglichen Ideenoutput.

Insgesamt ist Design Thinking ein flexibles und dynamisches Modell, das in verschiedenen Branchen und Kontexten angewendet werden kann. Es zielt ursprünglich darauf ab, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die den wirklich relevanten Bedürfnissen der Nutzer entsprechen.

Die Unternehmensberatung und Designfirma IDEO hat um die Jahrtausendwende das bereits bekannte Vorgehen Design Thinking aus dem rein kreativen Bereich in die Businesswelt überführt. Die Anwendungsfälle haben hier zum Teil ganz banale Unternehmensbereiche betroffen – wie hier in dem älteren Beitrag bzgl. eines Einkaufswagens gut ersichtlich wird. Bis heute lassen sich Grundsätze und Elemente aus diesem Vorgehen hervorragend in Problemlösungsprozesse überführen, um kreativere und zielgruppenorientiertere Lösungen zu finden.

Wie die Filmkonzeption von Design Thinking lernen kann

Filmkonzeption kann von Hause aus ebenfalls als eine kundenorientierte Problemlösung beschrieben werden. Denn in erster Linie soll das Ergebnis nachher eine Wirkung bei einer Zielgruppe auslösen: Sei es Informationen oder Wissen zu vermitteln, einen Kauf- oder Bewerbungsreiz auszulösen oder einfach nur zu unterhalten. Damit dies gelingt, folgen wir daher vorweg beschriebenen 6 Phasen.

Wir beginnen mit der Analyse der Aufgabenstellung. Wir stellen durch Recherche und Vorbereitung sicher, dass wir entsprechendes Hintergrundwissen zur Domaine des Auftrags haben. Soll in etwa der Ticketing Bereich eines Verkehrsverbundes behandelt werden, so schlauen wir uns über Tarif-, Ticket- und ÖPNV-Struktur dieses Verkehrsverbundes auf. In der Erkundungsphase versuchen wir unsere Zielgruppe zu definieren und durch Interviews oder Hintergrundgespräche zu verstehen, welche Bedürfnisse diese Zielgruppe unserer Clips tatsächlich umtreibt. Dies passiert oft in Workshopform mit unserem Kunden und/oder seiner Zielgruppe. In der Synthesephase wird mit dem Auftraggeber der Kern und der wesentliche Auftrag festgezurrt. Nun beginnen wir kreative Konzept für diesen Auftrag in der Ideenphase zu erbarbeiten. Diese werden in der Prototypenphase in verschiedene Filmformate mit entsprechenden Skripten überführt. Als abschließenden Test werden die bewilligten Skripte in Form von greifbaren Storyboards so detailliert illustriert, dass unser Kunde eine fundierte Go- oder NoGo Entscheidung geben kann. Nun folgt die Produktion des designten Konzeptes.

Fazit

Kundenzentrierung haben wir für uns als den Schlüssel für erfolgreiche Filmprojekte definiert. Nicht unsere persönlichen Präferenzen sind entscheidend, sondern was unser Kunde und vor allem seine Zielgruppe benötigt. Wir orchestrieren diese Informationen und bieten dann kreative Lösungsansätze dazu an. Auf diese Weise nutzen wir ein strukturiertes Kreativitätsvorgehen aus dem Design für unsere Aufgabe der Konzeption.

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Der Streifenschmied ist eine eingetragene Wortmarke.

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