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Die "five S" für einen außergewöhnlichen Imagefilm

by

Björn

Imagefilme gibt es wie Sand am Meer, in allen denkbaren Ausprägungen, die man sich vorstellen kann. Sehr kurz auf den Punkt oder ausführlich, professionell gefilmt oder mit dem Equipment, das gerade zur Hand war. Sehr strukturiert in seinen Aussagen oder doch eher improvisiert und spontan gehalten. Und da es eben so unendlich viele Stellschrauben gibt, sprechen wir in diesem Artikel über unsere „five S“, die einen außergewöhnlichen Imagefilm erst ausmachen.

SETUP - Die richtigen Werkzeuge machen den Anfang

Ein Imagefilm spiegelt immer die Fachexpertise und Qualität wieder, die ein Unternehmen in ihrem Feld darstellt. Daher sollte auch die Machart eben dieses Films diese beiden Attribute erfüllen. In Zeiten von Handykameras mit atemberaubender Bildqualität, verleitet dies womöglich dazu, ein buntes Sammelsurium an selbstgedrehten Videosequenzen zu einem Imagefilm zu verbinden. Jedoch wird man bei diesem Vorgehen kaum dem Anspruch an einen gleichbleibend professionellen Film gerecht. Hier spielt neben der Bild- auch die Tonsprache eine wichtige Rolle. Für beides ist ein gleichbleibend professionelles Equipment notwendig – und eine gleichermaßen hochqualitative Nachbearbeitung. Wenn es um das Setup für den Dreh eines Imagefilms geht, kann man leicht dem Slogan „Shit in, shit out!“ folgen: Ein guter Imagefilm beginnt bei anständigem Equipement.

STORY - Mit den richtigen Unternehmenswerten spreche ich den Zuschauer an

Weniger ist mehr. Vor allem, wenn es um die Story eines guten Imagefilms geht. Daher sollte dem Skripten eine intensive Vorarbeit in Bezug auf die Unternehmenswerte – den Company Values – mit dem Auftraggeber vorausgehen. Sich hier auf eine kleine Anzahl, maximal 3-4, zu beschränken, hilft dabei dem Betrachter, das Profil des Unternehmens besser zu verstehen. Um hier ein greifbares Beispiel zu nennen: Welche Pizzeria macht kreiert den besseren Eindruck? Die, die nebenbei auch noch Döner und indisches Essen anbietet oder doch eher mit einer kleinen Karte aufwartet. Hier sollte dem Auftraggeber immer davon abgeraten werden, einer „eierlegenden Wollmilchsau“ nachzueifern. Dies wird im Zweifel nur den Eindruck von Professionalität und Qualität in dessen Branche schwächen. Zudem wirken Werte, die auf menschliche Emotionen einzahlen,  immer am stärksten bei der Zielgruppe. So würde die Message „Grenzenlose Leidenschaft für das Produkt“ immer einem „die erste Organisationsstruktur die deutschlandweit futureready ist“ überliegen. 

SPEAKER - Im Märchen gibt es ja auch nur einen "Erzählonkel"

Ein guter Imagefilm sollte zudem einen klaren ersten Sprecher haben. Als Zuschauer gewöhnen wir uns – auch in nur 120 Sekunden – an einen Lead-Speaker. Ähnlich wie das Wechseln einer Erzählstimme bei einem Märchen irritiert, kreieren wir auch mit mehreren wechselnden „Moderatoren“ eines Imagefilms Unruhe. So sollte der Hauptfaden eines Skriptes von einer Person vorgetragen werden, untermauert und unterstützt von kurzen Statements aus dem jeweiligen Themengebiet im Clip. Führt also der Lead-Speaker in Form des Geschäftsführers durch das sehr langjährigen und erfolgreiche Ausbildungsprogramm eines Betriebs, könnte hier ein Azubi in einem kurzen O-Ton seinen persönlichen Hintergrund in der Firma darlegen und dadurch unterstützend in der Filmmessage wirken. Dem Lead-Speaker aber nicht „den Rang ablaufen“. 

STATEMENTS - Die Sprache ist das entscheidende Detail

Ein Imagefilm sollte keine Reportage über die Abläufe in einem Betrieb sein. Dafür eignen sich andere Filmformate besser. Daher sollte auch mit steril beschreibenden Aussagen in verallgemeinernder Weise gespart werden („Nach Prozessschritt X, wird der Prozess mit Tätigkeit Y abgeschlossen und erreicht so die höchste Qualitätsstufe“) und stattdessen in starken Ich- oder Wir-Statements gesprochen werden und darauf hingewiesen werden, was genau dieses Unternehmen macht, um in etwas der oder die Beste zu sein: „In unserer Fertigung folgt daher auf den Prozessschritt X, direkt die Tätigkeit Y, da unsere Forschung gezeigt hat, dass unsere exklusiven Prozesse, so die höchste Qualität erreichen können“. Vielleicht gibt es auch andere Unternehmen, die ähnliches oder gleiches machen wie Sie. Dies ist aber an dieser Stelle nicht wichtig. Wichtig ist zu verstehen, was die individuelle und einzigartige Note ist, die Sie von anderen Unternehmen abhebt.

SOUL - Das Perfekte für das Authentische aufbrechen

Damit das Gesehene mit dem Zuschauer connected, braucht es zwingendermaßen eine „Seele“ im Film: Also eine menschliche, authentische Seite. Oder auch einfach eine humorvolle Seite. Viele Teile eines Imagefilms sind zurecht perfekt durchkonzeptioniert und in sauberen Bildern illustriert. Und eben dies sollte und darf ruhig auch bewusst aufgebrochen werden. Aus diesem Grund lassen wir häufig unsere Kameras noch weiter laufen, auch wenn der Take schon im Kasten ist. Manchmal kann ein schmachtendes „Ach ja“ von einem Geschäftsführer, nachdem er über seine Belegschaft gesprochen hat oder ein sympathischer Versprecher mit einem anschließenden Lacher mehr über die Kultur und Seele eines Unternehmens aussagen, als jedes noch so perfekt gewählte Wort. 

FAZIT

Ein guter Imagefilm ist ein hochqualitatives Filmprodukt, in dem viel Konzeptionsaufwand und Leidenschaft steckt. Und das Ziel darf nicht eine Aneinanderreihung steriler Hochglanzbilder sein, sondern vielmehr ein professioneller und gleichzeitig sympathischer Einblick in das Unternehmensinnere. Und wenn der Zuschauer nach Betrachtung denkt „Mensch, was für eine coole Truppe!“, dann hat vielleicht schon genau der emotionale Connect zur Zielgruppe stattgefunden, um den es in einem Imagefilm auch gehen sollte.

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Der Streifenschmied ist eine eingetragene Wortmarke.

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